Autor | Goddard, Robert |
Titel | Gefangen im Licht |
Originaltitel | Caught in the Light |
Genre | Krimi |
Seiten | 415 |
Erscheinungsjahr | 1998 |
Auszeichnungen | |
Verfilmungen | |
Verlag | Goldmann (Teil v. Random House) |
Wertung | |
Inhalt
Im verschneiten Wien soll der freischaffende Photograph Ian Jarrett ein paar Aufnahmen für einen Bild-
band machen und als ihm eine Frau in Rot vor die Linse läuft, drückt er ab. Die Frau spricht ihn daraufhin
an und für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie verbringen eine leidenschaftliche Woche miteinander
und verabreden sich für einen Termin drei Tage später, da Ian für den Moment abreisen muss. Beide
wollen bis dahin ihre jeweiligen Partner verlassen, Ian seine Frau Faith und die 14jährige Tochter Amy.
Doch nachdem Ian alles geregelt hat und zurückkehrt, ist Maria Esguard nicht da. Wie besessen macht er
sich auf die Suche nach ihr und stößt dabei auf eine Geschichte, die mehr als hundert Jahre zurückliegt...
Rezension
Ein wahnwitziges Verwirrspiel nimmt seinen Lauf und Goddard hat eine wirklich verzwickte Geschichte
verfasst. Leider wirkt sie etwas an den Haaren herbeigezogen und es ist nicht klar, warum die Sache
überhaupt so kompliziert sein muss. KISS - keep it short and simple sollte bei einem Plan eigentlich berücksichtigt
werden, da sonst allzuviel unvorhergesehenes geschehen kann. Bei Goddard reiht sich eine
haarsträubende Wendung an die andere und die Logik steht dabei hintenan (warum etwa nimmt Ian die
Gespräche nicht auf Band auf?! Wieso versuch es Nyman am Ende nicht nochmals?). Man hat aber auf
alle Fälle jede Menge Spaß, den Windungen der Geschichte zu folgen. Wäre Ian nicht solch ein Grobklotz,
dessen Innenleben die emotionale Überzeugungskraft eines Steins hat, wäre das Buch sicher besser.
Immerhin endet es nicht so, wie erwartet und das ist doch schon mal was. "Gefangen im Licht" könnte
ich mir wirklich gut als Film vorstellen. Machen Sie's also ie vor dem Fernseher: Zurücklegen, Hirn abschalten
und berieseln lassen.